Nvidia

21. Mai 2009 Posted by admin

nvidia-logoDas Unternehmen wurde im Januar 1993 von Jen-Hsun Huang, Curtis Priem und Chris Malachowsky gegründet.  Mit dem NV1 (STG-2000) brachte Nvidia im Mai 1995 einen der ersten 3D-Beschleuniger-Prozessoren (GPU) heraus. Da dieser auf der NURBS-Technik basierte, konnte er sich wegen Kompatibilitätsproblemen nicht am Markt durchsetzen. Bedingt durch den Misserfolg des NV1 war die Marke Nvidia bis 1997/98 relativ unbekannt, als die Serie der Riva-PC-Grafikchips herausgebracht wurde, welche den Erfolg des Unternehmens begründete.

Im Januar 1999 wurde Nvidia in den NASDAQ (NVDA) aufgenommen und lieferte im selben Jahr bereits den zehnmillionsten Grafikchip aus. Im Februar 2002 waren bereits über 100 Millionen Grafikchips ausgeliefert worden. Weiterhin kooperiert Nvidia mit Sony, um Grafikchips für die Playstation 3 und andere Geräte zu entwickeln. Auch wenn das Unternehmen durch diverse Übernahmen heute wesentlich breiter aufgestellt ist als in den Anfangsjahren, so beruht dessen Marktmacht weiterhin vor allem auf der Serie der GeForce-Grafikchips, die 1999 zum ersten Mal vorgestellt wurde.

Im Dezember 2006 eröffnete das amerikanische Justizministerium ein Verfahren gegen Nvidia, wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht[1]. Ein Jahr später wählte das berühmte Forbes Magazine Nvidia zur Firma des Jahres 2007, wegen überragender Erfolge in den letzten Jahren.

* Am 15. Dezember 2000 übernahm Nvidia seinen bis dahin größten Konkurrenten im Grafikchip-Markt, den Chip-Designer und Grafikkarten-Fertiger 3dfx für den Preis von ungefähr 95 Millionen US$ und ist seitdem Marktführer in diesem Segment. Außer der Übernahme von Patenten und einigen Mitarbeitern nutzte Nvidia die Übernahme lediglich, um einen Konkurrenten zu beseitigen. Sämtliche Produktlinien von 3dfx wurden umgehend eingestellt.

* Am 4. August 2003 übernahm Nvidia für den Preis von ungefähr 70 Millionen US$ die 1997 in Santa Clara gegründet Firma MediaQ einen führenden Anbieter von Grafik- und Multimedia-Technologien für drahtlose mobile Endgeräte. Die wichtigsten Absatzbereiche von MediaQ waren 2,5G und 3G Handys, PDAs, LCD Bildschirme sowie andere mobile Endgeräte. Zu den Kunden von MediaQ zählten führende Handy- und PDA-Hersteller wie Mitsubishi, Siemens, Dell, HP, Palm, Philips, Sharp und Sony.

* Am 14. Dezember 2005 übernahm Nvidia für den Preis von ungefähr 52 Millionen US$ die Firma ULi einen seiner größten Wettbewerber im Markt für Chipsätze. Außer der Übernahme von Patenten und einigen Mitarbeitern nutzte Nvidia auch diese Übernahme lediglich, um einen Konkurrenten zu beseitigen. Sämtliche Produktlinien der übernommenen Firma wurden umgehend eingestellt.

* Am 22. März 2006 übernahm Nvidia für den Preis von ungefähr 37 Millionen US$ die finnische Firma Hybrid Graphics einen 2D- und 3D-Grafiksoftware-Entwickler für mobile Geräte. Drei Monate später brachten beide Firmen zusammen ein erstes Entwickler-Kit für Handys & PDAs, welche auf Windows Mobile 5.0 basieren heraus. Hybrid Graphics vertrieb keine Produkte an Endkunden, sondern setzte ausschließlich auf den Vertrieb über die Hersteller.

* Am 6. November 2006 übernahm Nvidia für den Preis von ungefähr 357 Millionen US$ die kalifornische Firma PortalPlayer[2]. PortalPlayer ist ein Hersteller von ARM basierenden CPUs und stattete damit z.B. die ersten Generationen der iPods von Apple aus. Nvidia wurde durch die Übernahme schlagartig zu einem der größten Anbieter von so genannten SoC (System on a Chip). Direkt nach der Übernahme wurden alle PortalPlayer-Produktlinien vom Markt genommen und unter Nvidias Markennamen wieder neu aufgelegt. Aktuell versucht Nvidia seine Grafikkartentechnologie mit den CPU-Bausteinen zu verbinden und so in den Handheld-Markt zu bringen. Die dafür aufgelegte Produktreihe nennt sich Nvidia Tegra.

* Am 30. November 2007 übernahm Nvidia für den Preis von ungefähr 88 Millionen US$ die Mental Images GmbH aus Berlin. Die Mental Images GmbH war ein Entwickler von Raytracing-Software und ist heute eine unselbstständige Niederlassung von Nvidia. Grund der Übernahme war vermutlich der Einkauf von Wissen in diesem Bereich, da Raytracing als zukünftige Schlüsseltechnologie im Bereich der Computer-(Spiele)-Grafik angesehen wird.

* Am 4. Februar 2008 übernahm Nvidia seinen bis dahin größten Konkurrenten im Physik-Prozessor-Markt, die Firma Ageia[3]. Direkt nach der Übernahme wurden sämtliche Produktlinien des Konkurrenten eingestellt. Die von Ageia entwickelte Technologie zur Physik-Beschleunigung wurde von Nvidia in seine Grafikkartentreiber integriert, so dass alle Grafikkarten ab der Geforce-8-Serie Physik-Beschleunigung hardwareseitig unterstützen.

Quelle der Basisinformationen: Freie Enzyklopädie wikipedia

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