ATI Radeon

21. Mai 2009 Posted by admin

ati-radeonSeit dem Jahr 2000 benannte ATI Technologies ihre neuen Grafikkarten und Grafikchips abseits des Marktes für professionelle Grafikkarten mit der Bezeichnung “RADEON”, während zuvor die Bezeichnung “RAGE” verwendet wurde. Die letzten Rage Grafikkarten lieferten jedoch nur eine mäßige Performance und waren auch von Treiberproblemem geplagt, so dass man sich für den neuen Markennamen „Radeon“ entschied. AMD behielt nach der Übernahme von ATI Technologies den Markennamen Radeon bei. Der ursprüngliche Teil des Firmennamens ATI wurde mit der Übernahme als Markenname eingeführt.

Radeon-Grafikkarten gibt es in verschiedenen Modellreihen, die mit einer vierstelligen Nummer gekennzeichnet sind. Dabei steht die erste Ziffer für die Generation des Grafikprozessors, wobei auf die „9000-Serie“ die „X-Serie“ folgte. Es wird angenommen, dass das „X“ für die römische 10 steht.

Mit der zweiten und eventuell dritten Ziffer wird dann die Karte in ein Leistungssegment eingeteilt. Durch verschiedene Buchstabenkürzel wird die Leistung dann noch genauer beurteilt. Dies führt zu einer sehr großen Vielfalt von Modellbezeichnungen, so dass es nicht immer einfach zu beurteilen ist, welche Karte mehr leistet.

Mit dem Nachfolger der Radeon X1xxx wurde das Namensschema geändert. Das „X“ am Beginn des Namens wurde durch ein „HD“ ersetzt, um die High-Definition-Fähigkeiten der Karte zu unterstreichen. Mit dem Start der HD-3xxx-Serie wurden auch die Buchstabenkürzel entfernt, stattdessen wird jetzt mit der ersten Ziffer die Generation, und mit der zweiten und dritten Ziffer die Leistungsklasse angegeben.

Grafikkarten mit Radeon-Chips werden – abgesehen von den Vereinigten Staaten und Kanada – fast ausschließlich von Drittfirmen produziert und vertrieben. AMD stellt jedoch sogenannte „Referenzdesigns“ zur Verfügung, bei denen das Platinen- und Lüfterlayout auf eine Grafikkarte festgelegt wird. Dieses wird von vielen Herstellern übernommen, so dass sich technisch die vielen Angebote der einzelnen Hersteller kaum unterscheiden.

Die Treiber für ATI-Radeon-Grafikkarten werden laufend weiterentwickelt und stehen für Windows- und Linux-Systeme bereit. Dabei werden die Treiber für Windows, die seit der Veröffentlichung der ATI-Radeon-8000-Serie den Namen ATI Catalyst tragen, im Regelfall monatlich veröffentlicht. Die (proprietären, also nicht quelloffenen) Treiber „fglrx“ für Linux erscheinen in der Regel zu den gleichen Zeitpunkten.

Für Linux stehen weiterhin die OpenSource-Treiber „radeon“ und „radeonhd“ zur Verfügung. Ersterer arbeitet mit allen Chipsätzen vom R100 bis zum R700 während der neu entwickelte Treiber „radeonhd“ nur die neueren Chipsätze R500, R600 und R700 unterstützt. Die 3D-Beschleunigung der R600- und R700-Chips ist in beiden Treibern allerdings noch experimentell. Sie stehen unter der MIT-Lizenz und werden als Teil des X.Org-Servers entwickelt. Seit Anfang September 2007 unterstützt AMD die Entwicklung freier Treiber für die Grafikkarten der Radeon-Reihe.

Quelle der Basisinformationen: Freie Enzyklopädie wikipedia

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